Nach einer Greenpeace-Untersuchung sind Kirschen aus Spanien und Frankreich oft mit Pestiziden belastet. (Foto: © Christoph Piecha/GP)
Wie Greenpeace in einer aktuellen Untersuchung herausgefunden hat, weisen Kirschen aus Spanien und Frankreich oft bedenklich hohe Pestizid-Rückstände auf. Dagegen sind Erdbeeren aus Deutschland und Spanien nur selten mit den unerwünschten Agrarchemikalien belastet. Für die Untersuchung haben Mitarbeiter der Umweltorganisation Ende Mai bei den sechs führenden deutschen Supermarkt-Ketten bundesweit Kirschen und Erdbeeren eingekauft. Die 28 Erdbeer- und 12- Kirschproben wurden in einem Labor auf 400 Pestizid-Rückstände getestet.
Die dabei gefundenen Pestizide stehen im Verdacht, Krebs auszulösen und die Fortpflanzungsfähigkeit zu beeinträchtigen. In einigen Kirschen wurde die Pestizide Dimethoat und Imazalil gefunden. In keiner der Proben wurden die gesetzlichen Grenzwerte überschritten, die 2008 durch die EU-Komission angehoben wurden. “Wir haben auch bei diesem Test immer wieder Rückstände besonders gesundheitsschädlicher Pestizide gefunden, die auf den Schwarzen Listen von Greenpeace und Edeka stehen”, sagt Manfred Krautter, Chemieexperte von Greenpeace.
Greenpeace fordert, dass die Bundesregierung den Landwirten und Handelsketten bei der Umstellung auf nichtchemische Pflanzen- schutz-Alternativen unter die Arme greift. Bei der Start-Veranstaltung zum nationalen Pestizid-Aktionsplan der Bundesministerien für Landwirtschaft und Umwelt Ende Juni in Potsdam müssen dazu wirksame Programme verabschiedet werden. (Greenpeace/ok)