Die EU-Komission hat die Bio-Aquakultur nach eineinhalb Jahren Diskussion zum ersten Mal EU-weit einheitlich geregelt. (Foto: © Pixelio)
Mit der Verabschiedung der neuen Durchführungsbestimmungen der EU-Kommission ist die Bio-Aquakultur nach eineinhalb Jahres anhaltender Diskussion zum ersten Mal EU-weit einheitlich geregelt. Laut einer Pressemitteilung des Bioland Bundesverbands beschäftigen sich die neuen Richtlinien mit der Erzeugung von Fischen, Krebstieren und Seegras/Algen im Süß- und Salzwasser.
Für Bioland-Präsident Thomas Dosch, der die Regelungen als “ersten Schritt” bezeichnete, gibt es noch einige wesentliche Schwachstellen, für die er Nachbesserungen fordert. In vielen Punkten seien die Regelungen Kompromisse des kleinsten gemeinsamen Nenners der Mitgliedstaaten, die alle unterschiedliche Interessen vertreten. Kritik übte er vor allem an der Regelung der Fischfütterung, die auch künftig nicht den höchsten Qualitätsansprüchen genügen muss und an den für viele Fisch- und Shrimpsarten zu hohen zulässigen Besatzdichten.
Laut der Verordnung sollen die Regelungen am 31. Juli 2013 noch einmal kritisch überarbeitet werden. Der Pressemitteilung zufolge will Bioland die EU-Kommission dazu bringen, anhand der Ergebnisse von Forschungsprojekten wissenschaftliche und praktische Grundlagen für die Regelungen zu entwickeln. (mh)