Baden-Württemberg soll das hohe Recycling-Niveau gehalten und die energetische Verwertung weiter ausgebaut werden.
In der letzten Woche trafen sich etwa 200 Vertreter kommunaler Entsorger im baden-württembergischen Ludwigsburg und diskutierten auf einer Tagung über Abfall als Ressource. Die Tagung wurden von der Abfallverwertungs-Gesellschaft des Landkreises (AVL), dem Umweltministerium und dem Verband kommunaler Abfallwirtschaft und Stadtreinigung (VKS) ausgerichtet. Die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner setzte sich dafür ein, das hohe Recycling-Niveau in Baden-Württemberg zu erhalten und forderte den Ausbau der energetischen Verwertung.
In Baden-Württemberg gibt es z.B. einen Modellversuch, bei dem Bauschutt Beton beigemischt wird und auch die beim Verbrennen erzeugte Abwärme bei den sechs Müllofen des Landes soll zukünftig stärker genutzt werden. Derzeit ist dies nur zu zwei Drittel der Fall, aber die Stromgewinnung reicht schon jetzt für insgesamt 100.000 Haushalte.
Auch bei den jährlich 1,2 Millionen Tonnen Bio- und Grüngutabfällen sieht Gönner weitere Energiepotenziale, die noch nicht optimal ausgeschöpft seien. Nun soll eine Studie die genaue Nutzung von Biogasanlagen untersuchen. Laut Ad-Hoc-News wurden 2007 in Baden-Württemberg 150 Gigawattstunden Strom aus Bio- und Grüngutabfällen erzeugt. Das entspricht dem Strombedarf von 43.000 Haushalten. (mh)