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Verunsicherung durch fehlende Kriterien für Ökostromprodukte

Weil es für Ökostromprodukte keine verbindlichen Kriterien gibt, sind die Verbraucher verunsichert. Es werden klare Richtlinien für die unzähligen Zertifikate und Gütesiegel gefordert.
Weil es für Ökostromprodukte keine verbindlichen Kriterien gibt, sind die Verbraucher verunsichert. Es werden klare Richtlinien für die unzähligen Zertifikate und Gütesiegel gefordert.

Dem Verbraucherportal Verivox zufolge sind viele Verbraucher durch die unzähligen Gütesiegel und Zertifikate im Bereich Ökostrom eher verunsichert und verwirrt statt aufgeklärt und das, obwohl gute Ökostromtarife inzwischen fast immer günstiger sind als die Top-Tarife des regionalen Grundversorgers.

Verivox empfiehlt, vor der Entscheidung für einen bestimmten Ökostromtarif die Vertragsbedingungen und das Kleingedruckte zu lesen, denn dort zeigt sich, dass Ökostrom nicht gleich Ökostrom ist. So ist zunächst zwische Ökostromzertifikaten und Gütesiegeln zu unterscheiden. Ökostromzertifikate machen eine Aussage über die Herkunft und die Zusammensetzung des Stroms, z.B. ist aus ihnen ersichtlich, dass der Strom aus norwegischen Wasserkraftwerken stammt. Diese Zertifikate können gehandelt werden und sind hinsichtlich der Qualität des Ökostromtarifes wenig aussagekräftig, so Verivox.

Anders die Gütesiegel, die in der Regel nur dann verliehen werden, wenn ein bestimmter Mindestanteil der Einnahmen wieder in neue Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie investiert wird und die Anlagen ein bestimmtes Alter nicht überschreiten. Allerdings, so Verivox, gibt es auch hier große Unterschiede in den Kriterien. So enthält ein TÜV-Siegel nicht nur den Herkunftshinweis, sondern bestätigt auch, dass der Ökostromanbieter den Kostenaufschlag für Ökostromtarife ausschließlich für die Förderung erneuerbarer Energien einsetzt. Das “GrünerStromLabel” erhält nur der Anbieter, der nicht nur den Ausbau regenerativer Energiequellen fördert, sondern auch durch seine allgemeine Haltung gegenüber erneuerbaren Energien überzeugt. Peter Reese leitet den Bereich Energiewirtschaft bei Verivox und plädiert für allgemeine Richtlinien für Ökostromprodukte, damit der Verbraucher angesichts der Ökostramlabel Sicherheit erhält. (mh)

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