Wal-Mart will Öko-Index auf alle seine Waren einführen, so dass die Kunden die Nachhaltigkeit des Produkts sofort nachvollziehen können.
Letzte Woche stellte Wal-Mart-Chef Mike Duke eine neue Öko-Initiative des größten Einzelhändlers vor. Wal Mart ist bei Umweltschützern, Gewerkschaften und Menschenrechtsaktivisten schon seit Jahren in der Kritik, deshalb versucht der Konzern immer wieder durch gezielte Aktionen sein Image aufzubessern. Unter anderem wurde der Spritverbrauch -der Unternehmens-LKWs reduziert, das Sortiment um umweltfreundliche Artikel (z.B. Energiesparlampen) erweitert und es soll Pläne geben, nach denen die Geschäfte mit Solarzellen ausgestattet werden sollen. Trotz all dieser Bemühungen steigen laut der Süddeutschen die Treibhausgas-Emissionen des Konzerns.
Nun will Wal-Mart seine Produkte mit Öko-Informationen versehen, aus denen der Kunde erfährt, wie nachhaltig und ökologisch genau dieses Produkt ist - vergleichbar mit dem Nährstoffgehalt, der auf Lebensmittelpackungen abgedruckt ist. Mit dieser Aktion will Wal-Mart mehr neue umweltschonende Produkte vermarkten und seinen Energiekonsum senken. Wie genau der Öko-Index aussehen soll, ist noch unklar, aber Konzernangaben zufolge können noch bis zu fünf Jahre vergehen, bis die Plaketten in den Geschäften ausgehangen werden.
Die rund 60.000 Zulieferer von Wal-Mart sehen diese Initiative mit gemischten Gefühlen, denn damit würden neue Kosten auf sie zukommen. Wal-Mart kündigte allerdings an, dass man keine Ausnahmen gewähren werde und Zulieferern, die sich weigern, die angeforderten Daten zu liefern, die Zusammenarbeit zu kündigen. Medienberichten zufolge sollte in der letzten Woche bereits an Fragenkatalog an die Lieferanten geschickt worden sein, dass wurde von Wal-Mart selbst jedoch nicht offiziell bestätigt. (mh)