Neben der Umwelschutzgruppe Dot Eco hat sich nun auch die kanadische Umweltschutzorganisation "Big Room" um die Verwaltung der neuen .eco-Domains beworben.
Die Öko-Domain .eco für Umweltschützer, Bio-Anbieter und Öko-Forscher soll ab dem kommenden Frühjahr verfügbar sein, doch noch ist unklar, wer für die Verwaltung der neuen Top-Level-Domain verantwortlich sein wird. Favorit für diese Aufgabe war bislang die kalifornische Umweltschutzgruppe “Dot Eco”, die mit Ex-US-Vizepräsident Al Gore prominente Unterstützung hat. Daneben gibt es jedoch noch eine zweite Bewerbung und zwar von der kanadischen Umweltschutzorganisation Big Room.
Laut BBC sehen beide Organisationen unterschiedliche Konzepte für die Verwaltung der .eco-Domains vor. Geht es nach Dot Eco werden die Erlöse aus dem Verkauf der Domains an Umweltschutzprojekte verteilt, davon 57% der Profite direkt. Ziel sei es, zum wichtigsten Umweltschutz-Förderer weltweit zu werden. Big Room dagegen will die Profite aus dem Domainverkauf ganz gezielt nur an umweltbewusste Unternehmen vergeben, sie sollen für ihre gute Arbeit ausgezeichnet werden.
Big Room plant eine deutlich strengere Vergabepraxis der Domains als Dot Eco, bei denen theoretisch auch ein Schüler eine .eco-Domain erhalten könnte. Ausschlaggebend ist das Umweltbewusstsein des Antragstellers. Die Unterschiede der beiden verschiedenen Konzepte sind vor allem in Details zu finden, aber sie haben dazu geführt, dass die beiden Gruppen bislang nicht miteinander kooperieren, was sich allerdings demnächst ändern soll. Beide Gruppen werden von namhaften anderen Gruppen in ihrer Bewerbung unterstützt: Dot Eco unter anderem von Al Gores Klimaschutzorganisation Alliance for Climate Protection und Big Room von dem Internationalen Grünen Kreuz (gegründet von Michail Gorbatschow) und dem World Wide Fund for Nature International (WWF). (mh)