Das neue Logo für gentechnikfreie Lebensmittel soll Verbrauchern die Produkte anzeigen, die keine gentechnisch veränderten Bestandteile enthalten. Die Kennzeichnung mit dem Siegel erfolgt freiwillig.
Am Montag stellte Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) ein neues Label für gentechnikfreie Lebensmittel vor, das ab Herbst in die Läden kommen soll. Der Ministerin zufolge hilft das neue Logo den Verbrauchern dabei, sich bewusst für diese Lebensmittel zu entscheiden. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) bewertete das neue einheitliche Logo positiv, da es bei den Verbrauchern einen hohen Wiedererkennungswert habe. Die Kennzeichnung gentechnikfreier Lebensmittel ist seit April letzten Jahres möglich, wird aber bislang nur von 20 Herstellern umgesetzt. BUND-Vorsitzender Hubert Weiger forderte deshalb von den großen Lebensmittelhändlern, dass sie “ihre Blockade gegen die Kennzeichnung endlich aufgeben”, schreibt der Tagesspiegel. Dies gilt insbesondere für große Discounter wie Aldi oder Lidl. Weiger kritisiert zudem, dass viele Hersteller von den großen Märkten unter Druck gesetzt werden, das Logo nicht zu verwenden.
Das europäische Lebensmittelkennzeichnungsgesetz sieht eine verpflichtende Kennzeichnung von Nahrungsmitteln nicht vor, die Hersteller müssen keine Angaben darüber machen, ob ihre Produkt gentechnisch veränderte Bestandteile enthält oder nicht (z.B. ob die Tiere, von denen die Milch stammt, mit genetisch verändertem Futtermittel gefüttert wurden). Produkte, die mit dem neuen Label gekennzeichnet sind, enthalten überhaupt keine gentechnisch veränderten Bestandteile, noch nicht einmal in Spuren. (mh)