Dem Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität zufolge sollen bis 2020 in Deutschland 1 Million elektrobetriebene Fahrzeuge in Deutschland unterwegs sein. (Foto: © Michael Panse MdL)
Nur wenige Wochen vor der Bundestagswahl hat die Bundesregierung einen Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität beschlossen. Nach diesem Plan sollen ab 2011 verstärkt Fahrzeuge mit verbesserter Batterietechnik, größere Reichweiten und attraktiven Kaufanreizen ohne Benzinmotor über deutsche Straßen rollen. Ginge es nach dem Willen des Kabinetts soll es in Deutschland 2020 bereits 1 Million mit Ökostrom betriebene Fahrzeuge geben, 2020 schon 10 Millionen. Bis 2012 soll die Elektromobilität deshalb mit 500 Millionen Euro gefördert werden.
Neben Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) befürworteten auch Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) den Vorschlag, für die ersten 100.000 Fahrzeuge Kaufanreize zu schaffen. Wie diese Kaufanreize aussehen sollen, ist nicht bekannt. Guttenberg erklärte, dass es noch ein weiter Weg sei, bis sich der Traum der Elektromobilität erfülle, aber dass man das Ziel habe, dass Deutschland in diesem Bereich weltweit eine führende Marktposition einnehme.
Umweltorganisationen und Wirtschaftsverbände stimmten dem Plan eher verhalten zu. Während der Verkehrsclub Deutschland vorschlug, statt einer einzelnen Technologie lieber allgemein Bau benzinsparender Fahrzeuge zu unterstützen, nannte der Naturschutzbund Deutschland die Regierungspläne Augenwischerei. (mh)