Laut Greenpeace-Experten leisten 1 Million Elektroautos keinen nennenswerten Beitrag zum Klimaschutz.
Greenpeace-Experte Wolfgang Lohbeck nennt die Pläne der Bundesregierung, Deutschland mit Hilfe des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität zum Marktführer für Elektroautos zu machen “ein High-Tech-Märchen”. Wenn der Entwicklungsplan aufgeht, würden bis 2020 etwa 1 Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren, d.h. über 97% aller PKW sind immer noch mit Verbrennungsmotor unterwegs. Der Beitrag, den die Elektroautos damit zum Klimaschutz leisten, sei deshalb kaum nennenswert. Abgesehen davon sind Elektroautos laut Lohbeck “nur so sauber wie der Strom, mit dem sie fahren”. Autos, die mit Kohlestrom betrieben werden, würden letztlich mehr CO2 ausstoßen als ein PKW, der mit Diesel betankt ist.
Nach Einschätzung von Greenpeace hat die Bundesregierung im Verkehrsbereich beim Klimaschutz versagt, u.a. weil sie in Brüssel strenge Verbrauchsgrenzen für Neuwagen verhindert hat, so Greenpeace. Lohbeck ist sich sicher, dass spritsparende Autos nicht nur gegen die Klimakrise, sondern auch der Autoindustrie aus der Wirtschaftskrise helfen würden. Ihm zufolge geht der Trend eindeutig zu spritsparenden Kleinwagen. (mh)