Eine neue Studie zeigt die konkreten Zusammenhänge zwischen der Sonnenstrahlung und dem Klima auf. Ein Rückkopplungsprozess ist für die Verstärkung der Wechselwirkungen verantwortlich. (Foto: © Pixelio/Uli Carthäuser)
Deutsche und amerikanische Forscher konnten zum ersten Mal das komplexe Wechselspiel zwischen der Sonnenstrahlung, der Atmosphäre und den Ozeanen detailgetreu simulieren. Wie Wissenschaft aktuell berichtet, konnten diese Simulationen zeigen, dass Rückkopplungsprozesse die Sonnenstrahlung geringfügig verändern und dadurch merkliche Klimaschwankungen entstehen können. Bislang wusste man nicht, wie die relativ kleinen Abweichungen der Strahlungsintensität der Sonne im Laufe eines Sonnenfleckenzyklus (0,1%) zu den Temperaturschwankungen führen können, die global beobachtet werden können. Dank des Forscherteams weiß man nun, dass hierfür komplexe Mechanismen verantwortlich sind, aus denen Veränderungen der Wassertemperaturen und der Niederschläge resultieren.
Im Gegensatz zu der Gesamtstrahlung der Sonne variiert die ultraviolette Strahlung der Sonne mit bis zu 8% wesentlich stärker. Dies ist bedeutsam, denn durch die UV-Strahlung wird mehr Ozon produziert und somit die tropische Stratosphäre aufgeheizt. Dies verändert die atmosphärische Zirkulation und die Niederschläge in den Tropen.
Danaben resultiert aus einer stärkeren Sonnenstrahlung auch eine stärkere Verdunstung. Passatwinde transportieren die hieraus resultierende Luftfeuchtigkeit zum Äquator und sorgen dort für vermehrte Niederschläge und einer Abkühlung, die insbesondere den östlichen Pazifik betrifft. Diese Abkühlung verringert die Wolkenbildung, was wiederum die Verdunstung verstärkt. Dieser Prozess der Rückkopplung verstärkt den gesamten Mechanismus, so die Wissenschaftler. (mh)