Die Zeitschrift Öko-Test untersuchte 32 Milchprodukte und ist insgesamt mit den Ergebnissen zufrieden.
Die Zeitschrift Öko-Test untersuchte in ihrer aktuellen Ausgabe 32 Milchprodukte und kommt insgesamt zu einem positiven Ergebnis. Getestet wurden 20 Bio-Marken und einige größere und kleinere regionale Marken. Fast alle der getesteten Marken konnten qualitativ überzeugen, es fanden sich kaum Unterschiede zwischen den einzelnen Sorten. Bei dem Geschmackstest konnte sich allerdings die klassisch pasteurisierte Frischmilch gegenüber der länger haltbaren ESL-Milch knapp durchsetzen.
Ein weiteres positives Ergebnis des Tests ist, dass in den getesteten Produkten keine nennenswerten Schadstoffe gefunden wurden. Nur bei der Hemme Milch tagesfrische Vollmilch wurde eine erhöhte Keimzahl und Enterobakterien entdeckt, die jedoch weder gesundheitlich bedenklich sind noch den Geschmack beeinträchtigen, sondern eher auf Abfüllungsprobleme hindeuten.
Die sensorischen Untersuchungen im Labor ergaben, dass Milch in Kartonverpackungen in einigen Fällen leicht “nach Verpackung” riechen und schmecken kann und dass Milch in Weißglasflaschen schnell einen Lichtgeschmack entwickeln und an Vitaminen (insbesondere Vitamin B2) verlieren kann. Die Tester stellten bei nicht homogenisierter Milch fest, dass sie gegen Ende der Mindeshaltbarkeit ihren vollmundigen Geschmack verliert, was auf das aufgerahmte Milchfett zurückzuführen ist, dass sich im Laufe der Zeit zunehmend verfestigt und nicht mehr fein verteilt. Von den getesteten Proben enthielten drei zu wenig Fett, die meisten gesunden Omega-3-Fettsäuren wurden in Bio-Milch gefunden.
Interessant ist, dass bei fünf Produkten der Hinweis auf ESL-Milch fehlt oder nur unzureichend vorhanden ist. Bei der Landliebe frische Landmilch handelt es sich z.B. gar nicht um Frischmilch, sondern um länger haltbare. (mh)