Forscher an der Universität von Glasgow haben herausgefunden, dass sich durch eine schnellere Internetsuche große Mengen CO2 einsparen lassen würden. (Foto: © Matt Howard)
Eine Suchanfrage bei den Suchmaschinen Google und Yahoo verursacht zwischen 0,2 Gramm (Quelle: Google) und 7 Gramm (Quelle: Alex Wissner-Gross, Harvard) an CO2-Emissionen. Laut den Marktforschern von comScore wurden im Juli 2009 weltweit 100 Milliarden Suchanfragen gestellt. Damit verursachten die Suchmaschinen je nach Quelle Emissionen zwischen 20.000 und 700.000 Tonnen CO2. Die Emissionen werden aber nicht nur durch den Stromverbrauch der Großrechner verursacht, sondern auch von den Suchenden und insbesondere den riesigen Kühlsystemen der Server.
Ein Forscherteam des Department of Computing Science an der Universität von Glasgow hat jetzt mit Field Programmable Gate Arrays (FPGAs), die deutlich weniger Strom verbrauchen als herkömmliche Server, eine Suchanfrage zwanzig mal schneller bearbeiten können. Durch die Zeiteinsparung soll deutlich weniger Strom verbraucht werden, weil die Bearbeitungszeit bei den Servern deutlich kürzer ist. Die FPGAs benötigen im Vergleich zu 130 Watt, die ein Dual-Core Intel Itanium-2 Prozessor benötigt, lediglich 1,25 Watt. In der kommenden Woche sollen im Rahmen der FPGA-Konferenz in Prag weitere Informationen veröffentlicht werden. (ok)