Trotz der Wirtschaftskrise geben die Menschen gerne Geld für nachhaltige und ethisch korrekte Produkte aus, ergab eine Studie der Otto Versandhandelsgruppe. (Foto: © Pixelio/Dieter Haugk)
Trotz der Wirtschaftskrise ist immer mehr Menschen ein nachhaltiger Konsum wichtig. Die Trendstudie Zukunft des ethischen Konsums der Versandhandelsgruppe Otto hat ergeben, dass immer mehr Menschen darauf achten, ob ihr Produkt zu fairen Bedingungen produziert wird. Insbesondere Frauen achten bei ihrem Einkauf auf nachhaltige Aspekte, während junge Menschen und Personen mit niedrigem Bildungsniveau ihre Einkaufsgewohnheiten an anderen Kriterien festmachen. 88% der Befragten sind der Überzeugung, dass das Konsumverhalten des Einzelnen Auswirkungen auf die Umwelt hat und 40% animieren deshalb ihr Umfeld, ebenfalls bewusster und nach ethischen Kriterien einzukaufen.
Grundsätzlich zeigt die Studie, dass vor allem das Alter, die Bildung und das Einkommen bestimmen, ob Personen Bio-, Fair- oder Regio-Produkte kaufen. Akademiker und Menschen über 48 Jahre kaufen bevorzugt ethisch korrekt ein, heißt es in der Welt. Im Vergleich zu 2007 kaufen heute mehr Männer (+ 11%) und mehr Personen aus der Altersgruppe 28-47 Jahre (+9%) ethisch korrekt ein. Die Wirtschaftskrise macht auf die überzeugten Bio-Konsumenten kaum Eindruck: Nur 18% von ihnen gab an, dass sie wegen der wirtschaftlichen Lage weniger Geld für ehtisch korrekte Produkte ausgeben wollen. Nach dem allgemeinen Konsum befragt, bestätigten dagegen 25% der Befragten sich einzuschränken.
Im Rahmen der Trendstudie wurden 1000 Personen im Alter von 16 und 74 Jahren befragt und Expertenrunden und Diskussionsrunden im Internet berücksichtigt. (mh)