Laut einer aktuellen Studie ist das Reparieren von beschädigten Kfz-Teilen nicht nur günstiger, sondern auch umweltfreundlicher als der Einbau von Neuteilen. (Foto: © Pixelio/Pan)
Eine Studie der Allianz Versicherung hat ergeben, dass Reparaturen von Kleinschäden an Autos umweltfreundlicher ist als die defekten Teile durch Neuteile zu ersetzen. Würde dies so gehandhabt werden, könnten der Studie zufolge jedes Jahr in Deutschlad 370.000 Tonnen CO2 eingespart werden.
Bei der Studie wurde die Ökobilanz von Reparaturen und Austauschteilen (z.B. Kunststoffstoßfänger, Metallseiten) eines VW Golf V verglichen. Dabei wurden sämtliche Umwelteinflüsse, von der Produktion des Materials bis zur Entsorgung der Abfallstoffe berücksichtigt. So zeigte sich, dass die Reparatur einer Seitenwand 60% weniger CO2-Ausstoß mit sich bringt als wenn die Seitenwand ausgetauscht wird. Bei einem kaputten Kotflügel beträgt der Emissionsvorteil der Reparatur 44%, bei einem beschädigten Stoßfänger sogar 72%. Laut der Allianz ist eine Reparatur nicht nur umweltfreundlicher als ein Austausch, sondern auch deutlich günstiger. Versicherungen könnten hier bis zu 55% (im o.g. Beispiel) sparen. Angaben darüber, wie viel eine Versicherung einsparen könnte, wenn alle Schäden repariert werden würden,statt Neuteile einzusetzen, gibt es allerdings nicht.
Die Studie wurde in Zusammenarbeit des Allianz Zentrums für Technik und dem Karlsruhe Institut für Technologie durchgeführt. (mh)