In Hessen wurden in 10 von 22 Proben gentechnisch veränderter Lein- samen gefunden, Bio-Produkte waren nicht betroffen. (Foto: © Wikipedia)
Der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (LHL) hat 22 Proben von ganzem und geschrotetem Leinsamen aus ganz Hessen auf gentechnische Veränderungen untersucht. Wie das Verbraucher- schutzministerium am Montag in Wiesbaden mitteilte, waren 10 Proben aus konventionellem Anbau positiv. In ihnen wurde der gentechnisch veränderte Leinsamen mit der Bezeichnung “CDC Triffid FP967″ nachgewiesen. Bei den acht als Bio-Produkte deklarierten Proben wurden keine gentechnisch veränderten Leinsamen-Anteile gefunden.
Die Untersuchungen wurden durchgeführt, nachdem in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz gentechnisch veränderter Leinsamen in Lebensmitteln gefunden wurde. Der Verkauf dieses Leinsamens ist in der EU verboten.
Medienberichten zufolge wurden die zuständigen Behörden der Lebensmittelüberwachung aufgefordert, die Ware, die bislang noch nicht zurückgerufen wurde sicherzustellen. Außerdem sollen Ermittlungen über die Vertriebswege aufgenommen werden. Die Bundesländer und die Bundesbehörden wurden bereits über die Ergebnisse aus Hessen informiert. Diese werden auch den EU-Staaten übermittelt. Nach bisherigem Kenntnisstand ist gentechnisch veränderter Leinsamen nicht gesundheitsgefähr- dend. (mh)