Greenpeace, WWF, BUND, DNR und NABU appellieren an die nächste Bundesregierung, dem Thema Ökologie höhere Priorität einzuräumen.
Am Mittwoch haben sich mehrere Umweltverbände (darunter Greenpeace, WWF, BUND, DNR, NABU) zusammengeschlossen, um mit der Umwelt- und Klimaschutzpolitik der aktuellen Bundes- regierung abzurechnen. Dabei formulierten sie auch ihre Forde- rungen für die nächste Legislaturperiode: Die Umweltverbände fordern von der nächsten Bundesregierung ein energischeres Vorgehen beim Klimaschutz. Außerdem plädieren sie für eine Öko-Steuerreform, bei der unter anderem umweltschädliche Subventionen in Höhe von rund 40 Milliarden Euro (z.B. für den Straßenbau) abgebaut werden. Außerdem soll der Klimagas-Ausstoß bis zum Jahr 2050 auf Null gesenkt und am Atomausstieg festgehalten werden. Als Ziel haben die Verbände eine Abkehr von der Jagd auf kurzfristige Renditen und eine Hinwendung zu einer umweltschonenden und nachhaltigen Entwicklung genannt.
Hubert Winzierl, Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR) erklärte, dass Deutschland einen ökologischen New Deal brauche. Dieser solle seinen Schwerpunkt auf eine nachhaltige Infrastruktur, Investitionen in innovative grüne Technologien sowie Fortschritte im Klimaschutz und eine Stabilisierung der Konjunktur haben. Dabei müsste sich die ökologische Realität auch in den Preisen widerspiegeln, d.h. wer die Umwelt belastet, soll dafür zahlen, so Winzierl. Die Bundestagswahl am kommenden Sonntag bezeichnete er als Richtungswahl für die ökologische Zukunft. In verschiedenen Bereichen, darunter Finanzmärkte, Steuerpolitik, Klimapolitik und Konsum seien Korrekturen erforderlich. Aktuell würde keine Partei, auch nicht die Grünen, genug für die Umwelt tun. Deshalb forderten die Verbände, dass die künftige Bundesregierung Ökologie zum Topthema erklärt und sich zum Stopp des Klimawandels und des Artensterbens verpflichtet. (mh)