Mehrere Unternehmen haben einen neuen deutsch-österreichischen Dachverband für Bio-Pflanzenschutz gegründet.
Die Hersteller von ökologischen Schutzmitteln in Deutschland und Österreich haben zusammen eine eigene deutschsprachige Vereinigung im Dachverband International Biocontrol Manufacturers Association (IBMA) gegründet. Wie Proplanta berichtet, gehören dem Verband derzeit 19 Mitglieder an, die meisten von ihnen kleine Unternehmen. IBMA-Vorsitzender Tillmann Frank erklärt in einem Interview, dass der Dachverband erreichen will, “das allgemeine Bewusstsein für die Effizienz von ökologischen Pflanzenschutz zu schärfen” und sich darüber hinauch auch bei der EU mehr Gehör zu verschaffen. Da viele Institute derzeit an verschiedenen viel- versprechenden Biosystemen und Wirkstoffen forschen, sei das Entwicklungspotenzial beim Bio-Pflanzenschutz enorm, so Frank. Man wolle den biologischen Pflanzenschutz zur ersten Wahl der Zukunft machen und sehe deshalb eine entsprechende Forschungsförderung als “sinnvolle Investition und Impuls für nachhaltige Landwirtschafts- und Umweltpolitik”.
Anders als beim chemischen Pflanzenschutz werden beim biologischen Pflanzenschutz Nützlinge eingesetzt, die Schädlinge vertilgen sollen. Dazu gehören z.B. Raubmilben, Schlupfwespen, Fadenwürmer oder bestimmte Mikroorganismen und Bakterien. Auch Öle oder Duftstoffe werden eingesetzt. Voraussetzung für den Einsatz von biologischen Pflanzenschutzmitteln ist, dass sie der Richtlinie des Rates über das Inverkehrbringen von Pflanzen- schutzmitteln entsprechen. Diese legt fest, dass die Pflanzen- schutzmittel keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt, Mensch und Tier haben und langfristig wirksam sein müssen. (mh)