Neusten Berechnungen zufolge soll die EEG-Umlage im nächsten Jahr 2 Cent betragen. (Foto: © Pixelio/Dr. Klaus Uwe Gerhardt)
Nach der prognostizierten EEG-Umlage für das kommende Jahr, die nach der neuen Ausgleichsmechanismusverordnung berechnet wurde, zahlen Verbraucher statt der geschätzen 1,2 Cent zukünftig 2 Cent für die Vergütung des Stroms aus erneuerbaren Energien. Laut dem Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) liegen die Gründe für diesen Anstieg in dem wirtschafts- krisen-bedingten Einbruch des Börsenpreises für Strom, in dem schnelleren Wachstum der erneuerbaren Energien und nicht zuletzt auch an den neuen Berechnungsmethoden nach der neuen Verordnung.
Der BEE betont, dass die Schlussfolgerung, erneuerbare Energien würden den Strompreis in die Höhe treiben, falsch sei. BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann erklärt, dass die Strom- produktion aus fossilen Brennstoffen der eigentliche Preistreiber sei, denn die Versorger hätten die aus gesunkener Börsenpreise erzielten zusätzlichen Gewinne nicht an die Verbraucher weitergegeben. Laut Klusmann wird sich die errechnete EEG- Umlage reduzieren, wenn sich Börsenpreis und Vergütung für erneuerbare Energie mit einer wirtschaftlichen Erholung wieder angleichen. Klusmann geht davon aus, dass die Kosten für konventionelle Stromerzeugung in absehbarer Zeit wieder ansteigen werden und hält deshalb zusätzliche Mittel für den Ausbau der erneuerbaren Energien für sinnvoll. Ab 2015, so seine Einschätzung, wird die EEG-Umlage wieder zurückgehen. (mh)