Bei der Aktion Bio-Brotboxen für Erstklässler in Mecklenburg-Vorpommern kam es zu einem peinlichen Vorfall.
Bei der unter großem Medieninteresse angelaufenen Aktion Bio-Brotbox für Erstklässler in Mecklenburg-Vorpommern ist eine peinliche Panne passiert: Wie sich beim Öffnen der ersten Boxen mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln herausstellten, befanden sich in einigen von ihnen unappetitliche Würstchen. Verbraucher- minister Till Backhaus (SPD), der selbst beim Packen der Boxen geholfen hatte, reagierte umgehend und rief die Boxen zurück. Ministeriumsangaben zufolge seien die Salamis nicht verdorben aber von Hefe- bzw. gutartigen Schimmelpilzen befallen gewesen. Diese können sich bilden, wenn sich die Wurst in einer feuchten und warmen Umgebung wie einer Brotbox befindet und dann Salz austritt. Offenbar habe man übersehen, dass es beim Packen der Brotboxen sehr warm gewesen war.
Auch wenn solche Pilze gesundheitlich unbedenklich sind, ist der Imageschaden durch diesen Vorfall bedenklich, darin sind sich Experten einig. Mit der Aktion, die in zahlreichen Bundesländern läuft, soll den Schülern und ihren Eltern demonstriert werden, wie ein gesundes und abwechslungsreiches Frühstück aussieht und dass eine gute und ausgewogene Ernährung den Kindern beim konzentrierten Lernen hilft. In den Boxen waren neben den genannten Salamis auch Vollkornbrot, Möhren, Äpfel, ein Erdbeer-Fruchtaufstrich, Rosinen sowie Milch und Früchtetee enthalten. (mh)