Die DBU fördert ein Projekt, mit dem ein Konzept zum Recycling von ausgedienten Photovoltaik-Anlagen entwickelt werden soll. (Foto: © Pütsch, Michael/piclease)
Solarenergie liegt im Trend, immer mehr Menschen entscheiden sich für die Gewinnung von Energie mit Hilfe von Photovoltaik-Anlagen. Damit leisten sie einen Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien, produzieren aber auch Abfall. Laut einer Studie der Firma Ökopol fallen derzeit in Europa Jahr für Jahr etwa 3500-4000 Tonnen Altmaterial von ausgedienten PV-Anlagen (z.B. Solar- module) an. Im Jahr 2020 werden es Prognosen zufolge sogar 35.000 Tonnen Abfall sein. Um so wichtiger ist die richtige Entsorgung dieser Materialien.
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert mit knapp 100.000 Euro ein Projekt zum Recycling von Photovoltaik-Anlagen. Das Projekt wird von dem Osnabrücker Unternehmen Hellman Process Management durchgeführt und soll ein ökonomisch und ökologisch tragfähiges Recycling-Konzept hervorbringen.
Geschäftsleiter André Pohl erklärt, dass man regionale Installa- teure und bereits bestehende Entsorgungsstrukturen in das Konzept einbinden will. Auch die Kummer Umweltkommunikation GmbH und das Energy Center der Technischen Universität Darmstadt sind an dem Projekt beteiligt. Das neue Konzept soll dann in ausgewählten Regionen ind Deutschland und Spanien als Pilotprojekt gestartet werden.
Solarmodule haben in der Regel eine Haltbarkeit von 20 Jahren, d.h. die ersten Anlagen, die Ende der 80er Jahre errichtet wurden, müssen demnächst ausgetauscht werden. Zur Zeit gibt es vereinzelte Ansätze zur Entwicklung eines Recyclingsystems für Solarmodule, aus denen schon erste Verwertungsanlagen entstanden sind. Das von der DBU geförderte Projekt geht über die reine Recyclingtechnik hinaus und will auch das Rücknahmesystem optimal organisieren. Dazu gehört der Aufbau einer Kommunikationskette zwischen den beteiligten Firmen und die Optimierung des Transports des Recycling-Materials. Nur so könne eine nachhaltige Entsorgung gewährleistet werden. (mh)