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Greenpeace: Zu viele Pestizide in Gewürzen

Greenpeace warnt vor einer hohen Schadstoffbelastung bei getrockneter Petersilie, Paprika- und Currypulver. (Foto: © Pixelio / Paul-Georg Meister)
Greenpeace warnt vor einer hohen Schadstoffbelastung bei getrockneter Petersilie, Paprika- und Currypulver. (Foto: © Pixelio / Paul-Georg Meister)

Nach aktuellen Untersuchungen der Umweltschutzorganisation Greenpeace ist die Pestizidbelastung bei getrockneten Kräutern und Gewürzen nach wie vor hoch. Über 25% der 37 getesteten Proben aus konventionellem Anbau erhielten von Greenpeace die rote Wertung “nicht empfehlenswert”. Als besonders stark belastet stellte sich getrocknete Petersilie, Paprika- und Curry- pulver heraus. Chemieexperte Manfred Santen von Greenpeace berichtet, dass sich in einer Prise Paprika oder Curry bis zu 20 verschiedene Chemikalien befinden, darunter auch gesundheits- gefährdende Wirkstoffe wie z.B. Chlorpyrifos-Ethyl, Carbendazim oder das Pestizid DDT, das in der EU verboten ist.

Positiv ist, dass die frischen Kräuter im Vergleich zum Vorjahr laut der Untersuchung nur noch gering belastet sind. Greenpeace hat Anfang September insgesamt 44 Proben Petersilie, Schnittlauch, Curry- und Paprikapulver gekauft. Davon stammen sieben aus biologischem Anbau.

Der Fachverband der Gewürzindustrie e.V. äußerte sich zu der Greenpeace-Untersuchung kritisch: Die Organisation hätte willkürliche Grenzwerte zugrunde gelegt, die von der gesetzlichen Regelung abweichen. Die beanstandeten Produkte seien nach Recht und Gesetz verantwortungsvoll hergestellt und frei verkehrsfähig. Die Verbraucher könnten diese Produkte deshalb bedenkenlos verzehren. (mh)

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