Öko-Test war mit allen getesteten Salzproben und der Hälfte der Pfeffer-Proben zufrieden. (Foto: © Pixelio / Rainer Sturm)
Die Zeitschrift Öko-Test hat die beiden beliebtesten Gewürze, Salz und Pfeffer, auf ihre Inhaltsstoffe untersuchen lassen und dabei 10 herkömmliche Speisesalze, 6 Meersalze, 4 Fleur de Sel und 15 Sorten schwarzen, ganzen Pfeffer analysiert. Das Testergebnis kann sich insgesamt sehen lassen: Die Hälfte der Pfeffer-Proben und fast alle Salz-Proben erhielten das Urteil “sehr gut”. Positiv zu bewerten ist, dass alle 13 mit Jod und Fluorid angereicherten Salze auch tatsächlich die auf der Packung angegebene Dosierung enthalten. Die Zusätze liegen zudem alle innerhalb der gesetz- lichen Richtlinien. Die in einigen Salzen gefundenen Spuren von Schwermetallen (Blei, Cadmium) sind natürlichen Ursprungs und in so geringer Menge vorhanden, dass sie gesundheitlich unbedenk- lich sind.
Bei einigen Pfeffersorten gab es jedoch auch Grund zur Beanstan- dung, Ubena Pfeffer erhielt nur “ausreichend” und Wagner Pfeffer fiel mit einem “mangelhaft” durch. In diesen Produkten und denen der Halleschen Essig- und Senffabrik wurde ein (stark) erhöhter Gehalt von Carbendazim gefunden. Hierbei handelt es sich um ein Pilzbekämpfungsmittel, das möglicherweise eine ähnliche Wirkung wie ein Hormon hat und die Fortpflanzung schädigen kann. Die hin und wieder in sehr geringen Mengen gefundenen Schimmelpilzgifte oder Keime sind unbedenklich. Bio-Pfeffer wies in den Tests besonders viel Aroma auf. Die Ursache hierfür kann in einer höheren Qualität des Pfeffers oder in einer besonders schonenden Dampfentkeimung liegen, so die Experten. (mh)