Dank eines neuen Verfahrens können günstige Rohmaterialien wie Frittenöl schnell in Bio-Diesel umgewandelt werden. (Foto: © Pixelio / Paul-Georg Meister)
Intensive Forschungen der Sachtleben Chemie GmbH haben ergeben, dass Bio-Diesel mühelos aus gebrauchtem Frittenöl hergestellt werden kann. Das klingt nicht neu, aber die Forscher haben noch mehr entdeckt, wie die WAZ berichtet: Auch andere Materialien wie z.B. Algen oder sogar fetthaltige Abfälle können mittels katalysierender Partikel namens “Hombikat BF” blitzschnell in Bio-Diesel umgewandelt werden. Sachtleben-Chef Wolf-Dieter Griebler ist von Hombikat BF begeistert und bezeichnet dieses Verfahren als “ökologisch günstige Alternative”. Durch den Einsatz des Verfahrens würden große Mengen CO2 eingespart werden, da nur beim Wachstum der Rohstoffe CO2 freigesetzt wird. Darüber hinaus müssten keine wertvollen Nahrungsmittel wie Getreide oder Soja zur Kraftstoff-Produktion eingesetzt werden.
In der Nähe von Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota läuft bereits die erste große Versuchsanlage für das Verfahren, das große Erfolgsaussichten hat. Die Partikel von Sachtleben sind stabil genug, um auch extremen Reaktionen standzuhalten und können dennoch Rohprodukte chemisch umwandeln - und das innerhalb weniger Sekunden. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist, dass für die Herstellung von Bio-Diesel hier keine Riesenanlage benötigt wird, sondern dass auch kleinere Betriebe dies umsetzen können. (mh)