Japan will bis 2030 ein riesiges Solar-Kraftwerk mit einer Leistung von 1 GW im Weltall errichten.
Die japanische Raumfahrtagentur JAXA plant die Errichtung eines riesigen Solar-Kraftwerks im Weltall bis zum Jahr 2030. Zusammen mit zahlreichen japanischen Firmen wie Fujitsu, Mitsubishi, NEC oder Sharp soll das so genannte Space Solar Power System (SSPS) auf einer geostationären Umlaufbahn im All positioniert werden und hier eine Leistung von 1 Gigawatt erzielen.
Zunächst müssen die nötigen Photovoltaik-Elemente ins Weltall transportiert werden und dort zu Solararrays zusammengesetzt werden. Diese sollen eine Größe von Quadratkilometern haben und dafür sorgen, dass die im All verfügbare Solarenergie direkt vor Ort in Strom umgewandelt wird. Dieser Sonnenstrom soll dann in Form von Lasern oder Mikrowellen zur Erde geschickt werden, wo sie von Spezial-Parabolantennen aufgefangen werden sollen. Anschließend können sie dann wieder in Strom zurückverwandelt werden. Den Beginn macht ein Demonstrationssystem mit einer Leistung von 100 kW, anschließend soll (etwa ab 2020) ein Pilotsystem getestet werden, das eine Leistung von 10 MW erreicht. Dieses soll dann letztlich nach und nach zu einem System mit einer Leistung von 1 Gigawatt erweitert werden. (mh)