Da der Anteil an Einwegverpackungen immer weiter zunimmt, forder der NABU für diese eine Verpackungs-Steuer. (Foto: © Pixelio / Aksel)
Der Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Olaf Tschimpke fordert eine zusätzliche Umweltsteuer auf Getränke- verpackungen. Grund: Die Einführung des Pflichtpfands auf Einweg-Verpackungen im Jahr 2005 hat nicht - wie ursprünglich geplant - dafür gesorgt, dass diese Verpackungen weniger gekauft werden. Im Gegenteil, inzwischen sind etwa 50% aller Getränke in Einwegplastikflaschen verpackt. Laut dem Deutschlandradio spiegelt sich das auch in der Menge an Plastikmüll wider: 2007 ist dieser gegenüber dem Vorjahr um 400.000 Tonnen angestiegen.
Laut einer Studie hat die Einwegflasche gleich mehrere Nachteile: Sie produziert mehr Müll, sie ist in der Produktion aufwändiger und schwieriger zu recyceln und unzählige Einwegflaschen landen in Abfallhalden irgendwo in Afrika oder Asien. NABU-Umweltreferent Bongardt zufolge, ist das Einwegpfand kein geeignetes ökologisches Steuerungsinstrument.
Eine Umweltststeuer für diese umweltfeindlichen Verpackungen könnte Mehreinnahmen von bis zu 3 Milliarden Euro einbringen, schätzt der Naturschutzbund. In anderen Ländern gibt es eine solche Steuer schon, allerdings in unterschiedlicher Höhe. In Dänemark z.B. wurde ein relativ hoher Steuersatz auf Einweg- verpackungen angesetzt, was dazu geführt hat, dass sich der Markt entsprechend angepasst hat und der Anteil an Mehrweg- verpackungen zugenommen hat. (mh)