Trauben sind zwar deutlich weniger pestizidbelastet als noch vor wenigen Jahren, doch noch immer werden Rückstände nachgewiesen. (Foto: © Pixelio / Günther Schad)
Bei dem jährlichen Pestizidtest von Greenpeace hat zum ersten Mal keine der untersuchten Traubenproben den zulässigen Grenzwert für Pestizidbelastung überschritten. Von den insgesamt 34 unter- suchten Proben, von denen vier aus biologischem Anbau stamm- ten, wurden zahlreiche Proben mit “gut” bewertet, darunter auch drei Bio-Trauben. Die vierte Bio-Traubenproben musste beanstan- det werden, weil sie die Kriterien für Bioanbau nicht erfüllte. Das Ergebnis zeigt, dass auch Trauben aus konventionellem Anbau fast pestizidfrei produziert sein können, auch die Trauben von Discounter Aldi konnten überzeugen. Völlig unbelastet waren jedoch nur zwei der 30 konventionellen Proben. Als “nicht verkehrsfähig” wurde eine einzige Probe bewertet, bei der die gesetzlich erlaubte Höchstmenge für Chlorpyrifos überschritten war. Der Wirkstoff Chlorpyrifos gilt als nervenschädigend.
Für bedenklich halten die Umweltschützer jedoch immer noch die Mehrfachbelastungen der Trauben durch unterschiedliche Pesti- zide. In einigen Proben wurden bis zu 13 verschiedene Pestizide nachgewiesen. Laut Greenpeace sind mögliche gesundheits- schädliche Wirkungen durch die Kombination unterschiedlicher Pestizide bislang kaum erforscht, hier ist Vorsicht geboten. Greenpeace fordert deshalb auch für Mehrfachbelastungen gesetz- liche Grenzwerte. (mh)