Eurosolar-Präsident Hermann Scheer fordert ein Öko-Siegel für Solarmodule. (Foto: © Pixelio / I-Ku)
Auf der 4. Internationalen Konferenz für die Speicherung Erneuer- barer Energien in Berlin forderte Eurosolar-Präsident Hermann Scheer, dass bei der Förderung von Solarstrom die Herstellungsart der Solarmodule berücksichtigt werden. Er schlägt vor, die Zahlung der Einspeisevergütung von einer entsprechenden Öko-Zertifi- zierung abhängig zu machen. Hintergrund ist, dass die deutschen Solarfirmen gegenüber ihren asiatischen Konkurrenten benach- teiligt sind, weil letztere keine so hohen Umweltstandards einhalten wie die deutschen Unternehmen. Dies wird in dem Erneuerbare-Energien-Gesetz jedoch nicht berücksichtigt, mit der Folge, dass die Stromkunden hierzulande chinesische Firmen unterstützen, kritiseren Branchenkenner.
Die Welthandelsorganisation untersagt es aus Wettbewerbs- gründen, Importe aus bestimmten Gründen willkürlich zu unterbinden, erklärt das Online-Magazin Wir Klimaretter. Mit einer entsprechenden Zertifizierung, die unabhängig vom Herstellerland erfolgen soll, wäre den eingehaltenen Umweltstandards bei der Produktion der Solarmodule jedoch Rechnung getragen. Auf der Berliner Konferenz beraten 350 Teilnehmer aus 22 Ländern über neue Entwicklungen im Bereich der Erneuerbaren Energien und über Fortschritte bei den Speichertechnologien für Wärme und Elektrizität- Die Konferenz wird von Eurosolar, dem Weltrat für Erneuerbare Energien (WCRE) und der Energieagentur NRW aus- gerichtet. (mh)