Ab dem 1. November 2012 ist eine Öko-Kennzeichnung von Autoreifen vorgeschrieben. (Foto: © Pixelio / Rainer Sturm)
Nach einem Beschluss des Europäischen Parlaments sollen spätestens ab Herbst 2012 nur noch Autoreifen verkauft und montiert werden, die über eine leicht verständliche Qualitäts-Kennzeichnung über ihre Energieeffizienz verfügen. Diese Kennzeichnung soll unter anderem den Rollwiderstand des Reifens beinhalten, der sich auf den Kraftstoffverbrauch auswirkt. Die möglichen Buchstaben reichen von “A” (umweltschonend und sparsam) bis “G”. Darüber hinaus muss aus dem Siegel die Haftung des Reifens auf nasser Fahrbahn ersichtlich sein. Auch hier erfolgt die Bewertung anhand der Buchstaben A-G (sehr gut - sehr schlecht). Als dritte Information gehört die Angabe der Dezibelzahl beim Abrollgeräusch auf einer normalen Fahrbahnoberfläche zu der Kennzeichnung. Hier informieren neben der dB-Angabe grafisch dargestellte Schallwellen in weiß (leise) bis schwarz (laut) über den Lärmpegel.
Für Hans-Jürgen Drechsler, Geschäftsführer des Bundesverbands Reifenhandel, stellt die neue EU-Verordnung eine nützliche Entscheidungshilfe für den Kunden dar. Allerdings sollten Drechsler zufolge die einzelnen Kriterien nicht überschätzt werden, denn z.B. der Kraftstoffverbrauch hänge nicht nur von dem Rollwiderstand des Reifens, sondern von noch zahlreichen weiteren Faktoren (Fahrverhalten, Reifendruck, Straßenbelag, etc.) ab. Unklar ist, ob sich die neue EU-Verordnung auf die Preise für Autoreifen auswirkt. Während einerseits die Reifenhersteller durch die erforderliche Prüfung höhere Kosten haben, gibt es andererseits einen scharfen Konkurrenzdruck, bei dem sich die Hersteller nicht zuletzt auch über den Preis behaupten müssen. (mh)