Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat einen neuen Einkaufsratgeber für Fisch veröffentlicht. (Foto: © Pixelio / Zugerli)
Wie die Umweltschutzorganisation Greenpeace berichtet, sind 88% der europäischen Speisefischbestände überfischt. Davon werden sich 30% sehr wahrscheinlich nie wieder erholen. Deshalb fordert Greenpeace die Verbraucher auf, bewusst einzukaufen, und dem Handel so klar zu signalisieren, dass sie ein umweltfreundliches Angebot bevorzugen.
In dem neuen Einkaufsratgeber Fisch - bedroht, aber beliebt können sich Verbraucher über die wichtigsten Einkaufstipps von Greenpeace informieren. So rät Greenpeace dringend vom Verzehr von Blauflossen-Thun, Hering, Makrele, Rotbarsch, Sardinen, Scholle und Seeteufel ab. Ebenfalls kritisch sehen die Umweltschützer den Kauf von Heilbutt, Kabeljau, Schellfisch, Seehecht, Seelachs und Thunfisch, allerdings hängt es hier von Fanggebiet und Fangmethode ab, ob der Kauf dieser Arten gerade noch vertretbar ist. Solange Fischstäbchen nicht aus dem stark bedrohten Alaska-Seelachs, sondern aus Pangasius bestehen, ist gegen die bei Kindern beliebte Mahlzeit nichts einzuwenden, so Greenpeace. Überhaupt keine Bedenken müssen Verbraucher laut Greenpeace beim Kauf und Verzehr von Forelle, Karpfen und Pangasius aus der Öko-Zucht haben. Wie Radio Bremen berichtet, wird der neue Einkaufsratgeber von Fischern und Fischhändlern in Norddeutschland kritisch beurteilt. Matthias Keller, Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Fischwirtschaft, hält eine pauschale Warnung vor Seefisch, wie Greenpeace sie hier abgegeben hat, für Panikmache, heißt es bei Radio Bremen. (mh)