In Bayern hat der Discounter Netto den ersten Öko-Markt eröffnet. (Bild: © Netto Marken-Discount)
In Burtenbach (Bayern) hat heute der erste Umweltmarkt eines Discounters eröffnet. Die Einzelhandelskette Netto errichtete hier einen Markt, der den neuesten Umwelt- und Klimastandards entspricht und der eine Windkraftanlage zur Energiegewinnung nutzt. Netto-Geschäftsführer Expansion Manfred Karl erklärte, dass man in dem neuen Öko-Markt Erkenntnisse über den wirtschaft- lichen und ressourcenschonenden Betrieb eines Marktes sammeln wolle. Diese können dann Hinweise dafür liefern, welche Techno- logien auch in anderen Märkten eingesetzt werden können.
Ziel ist es, bis zu 20% Strom einzusparen und einen kompletten Verzicht auf fossile Brennstoffe zu erreichen. Dazu investierte Netto in den Markt einen sechsstelligen Betrag. Die Windenergie der Windanlage, die Strom für bis zu 5 Einfamilienhäuser erzeugen kann, soll 8% des gesamten Strombedarfs decken. Hinzu kommt eine moderne Kälte-Wärme-Kopplung, die den CO2-Ausstoß reduzieren soll. Dabei wird die Kälte zur Kühlung der Lebensmittel genutzt und die dabei erzeugte Wärme der Heizung des Marktes zugeführt. Um die Energieverluste zu minimieren, wurde die Lüftungsanlage des Marktes mit einer Wärmerückgewinnung und die Kühlregale für Molkereiprodukte mit Glastüren ausgestattet. Eine moderne LED-Beleuchtung der Regale und neue Tiefkühltruhen mit dem umweltfreundlichen Kältemittel Propan optimieren die Energieeffizienz der Kühlsysteme. Alleine durch die Maßnahmen für die Molkereiprodukte sollen bis zu 25% Energie eingespart werden.
Die gesamte Beleuchtung im und um den Markt wird durch LED- oder Halogen-Metalldampf-Lampen realisiert. Sie zeichnen sich durch besondere Effizienz und Langlebiegkeit aus. Dank einer optimierten Dämmung der Außenmauern und des Daches kann der Wärmeverlust des Marktes um bis zu 10% gesenkt werden. (mh)