Die Acrylamidbelastung von Weihnachtsgebäck ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. (Foto: © Pixelio / Barbara Eckholdt)
Nach Angaben der Verbraucherorganisation Foodwatch ist die Acrylamidbelastung von Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen und Spekulatius im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Food- watch nahm 17 Produkte unter die Lupe und kam zu einem erfreulichen Ergebnis: Die meisten der Proben wiesen unbedenk- liche Werte von weniger als 100 Mikrogramm pro Kilogramm auf. Nur in zwei Produkten wurden mehr als 400 Mikrogramm pro Kilogramm nachgewiesen (510 Mikrogramm bei den Bio-Elisen-Lebkuchen von Allos und 430 Mikrogramm bei Frenzel Echte Pulsnitzer Delikatess Lebkuchen). Die Testsieger Bahlsen Contessa Schokolade und Bahlsen Grandessa Oblaten Lebkuchen wiesen gerade einmal 16 Mikrogramm auf.
Acrylamid wird beim Rösten, also beim Backen, Braten oder Frittieren stärkehaltiger Produkte erzeugt. Laut Foodwatch kann es in hohen Dosen bei Tieren das Erbgut schädigen und Krebs auslösen. Noch ist nicht ganz geklärt, welche Auswirkungen die Substanz auf den Menschen hat. Deshalb gibt es auch noch keinen gesetzlichen Grenzwert für Acrylamid, sondern nur einen “Signalwert”, den die Behörden als bedenklich einstufen. Dieser Wert liegt für Lebkuchen bei 1000 Mikrogramm pro Kilogramm und für Spekulatius bei 416 Mikrogramm pro Kilogramm. (mh)