Alte, nicht mehr benutzte Handys, können zurückgegeben und so dem Recycling zugeführt werden. (Foto: © Pixelio / Viktor Mildenberger)
Eine aktuelle Forsa-Umfrage ergab, dass sich 10% der Deutschen ein neues Handy zu Weihnachten wünschen. Das alte Handy wird dann wahrscheinlich wie Millionen von anderen Handys auch in irgendwelchen Schränken und Kisten verstauben. Das Infor- mationszentrum Mobilfunk (IZMF) weist darauf hin, dass bis zu 80% der in einem Handy enthaltenen Stoffe wiederverwertet werden können, aber nur die wenigsten Handybesitzer ihr Handy tatsächlich ins Recycling geben. Eine weltweite im Auftrag von Nokia durchgeführte Stude zeigt, dass viele Verbraucher diese Möglichkeit überhaupt nicht kennen, erklärt das IZMF.
Zu den recycelbaren Stoffen in einem Handy gehören z.B. Kupfer (etwa 9 Gramm pro Gerät) und Palladium ( 9 Milligramm). Bei 100 Millionen nicht mehr genutzten Geräten in Deutschland, wären das zusammen schon 900.000 kg Kupfer und 900 kg Palladium. Diese könnten fachgerecht und umweltschonend entsorgt werden. Seit März 2006 dürfen Handys nicht mehr im Hausmüll entsorgt werden. Das regelt das Elektro- und Elektronikgesetz (ElektroG). Stattdessen sollen die Geräte entweder bei einem Händler oder Mobilfunkbetreiber oder bei einer Recycling-Sammelstelle vor Ort abgegeben werden. Es besteht auch die Möglichkeit das Gerät portofrei in einem entsprechend angeforderten Versandumschlag bei den Netzbetreibern einzusenden. Die Rücksendung ist nicht an einen Vertrag mit dem jeweiligen Mobilfunkanbieter gekoppelt, jeder kann seine Altgeräte zu zurückgeben.
Für jedes korrekt zurückgegebene Handy unterstützen die Netzbetreiber zahlreiche Aktionen von Umweltorganisationen oder verschiedenen sozialen Einrichtungen oder Kinderhilfsprojekte. Wer mit seinem Handyrecycling einen guten Zweck unterstützen möchte, sollte sich also vorab über die aktuellen Aktionen der Netzbetreiber informieren, rät das IZMF. (mh)