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In Planung: CO2-Werte auf Lebensmitteln

Einige Länder planen, Lebensmittel mit deren CO2-Aufwand zu kennzeichnen. (Foto: © Pixelio / Paul-Georg Meister)
Einige Länder planen, Lebensmittel mit deren CO2-Aufwand zu kennzeichnen. (Foto: © Pixelio / Paul-Georg Meister)

Wie die Online-Ausgabe des Focus berichtet, gibt es in mehreren EU-Ländern Bestrebungen zur Kennzeichnung von Lebensmitteln mit deren CO2-Gehalt, sprich, wie viel CO2 mit der Herstellung dieser Lebensmittel verbunden sind. Experten schätzen, dass rund 20% der weltweiten CO2-Emissionen durch die Ernährungs- wirtschaft verursacht werden. Als besonders klimafeindlich gelten demnach Fleisch und Milchprodukte.

In Schweden sind Lebensmittel bereits mit ihren CO2-Werten gekennzeichnet, auch Großbritannien, Frankreich und Österreich plant ähnliche Kampagnen. In Deutschland gibt es laut dem Focus bislang nur vereinzelte Aktionen, wie Jürgen Knirsch von der Umweltorganisation Greenpeace bedauert. Dazu gehört z.B. das “Stop Climate Change”-Siegel, das auch Bio-Bratwürsten und -Bananen zu finden ist. Ein Grund für die fehlende Kennzeichnung aller Lebensmittel ist laut Martin Rücker, dem Sprecher der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch der enorme Aufwand, der nötig wäre, um die CO2-Werte aller Lebensmittel genau zu berechnen. So müssten nicht nur die jeweiligen Herstellungs- bedingungen, sondern auch die einzelnen Bestandteile bei Fertigprodukten berücksichtigt werden. Rücker bezweifelt, dass dies überhaupt möglich ist. Auch Ernährungsreferent Hartmut König von der Verbraucherzentrale Hessen zweifelt an der Vergleichbarkeit dieser Angaben und weist darauf hin, dass die reine CO2-Angabe andere wichtige Aspekte eines Nahrungsmittels (z.B. artgerechte Tierhaltung, fairer Handel) außer acht lässt. (mh)

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