Die Landesregierung Rheinland-Pfalz will ab Januar 80% ihres Strombedarfs mit Ökostrom decken. (Foto: © Pixelio / Rainer Sturm)
Rheinland-Pfalz will zur Weltklimakonferenz in Kopenhagen ein Zeichen setzen: Nach Angaben der Landesregierung sollen ab dem 1. Januar 2010 etwa 80% des Strombedarfs der öffentlichen Gebäude mit Ökostrom gedeckt werden. Dazu gehören rund 1750 Gebäude wie Ministerien, Ämter, Gebäude der Justiz und Polizei, Schulen oder Museen. Die restlichen 20% sollen nach dem Auslaufen der bestehenden Verträge folgen. Damit würden knapp 50.000 Tonnen des klimaschädlichen CO2 eingespart werden. Es wird eine Versorgung aus 100% Ökostrom angestrebt, heißt es.
Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad und der Finanzminister Carsten Kühl sind sich einig darüber, dass das Land einen Beitrag zur Ausweitung der Stromerzeugung mit erneuer- baren Energien leisten soll. Beide betonen, dass man dabei keinen Atomstrom haben möchte und dass man die Eigenerzeugung von regenerativem Strom und von Wärme in den Landesliegenschaften ausbauen werde. Zunächst sollen rund 90 Millionen kWh Ökostrom vom zuständen Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung eingekauft werden. Geliefert wird der Ökostrom von mehreren Lieferanten, die überwiegend aus Rheinland-Pfalz kommen. Die Hochschulen sind in die Umstellung nicht mit einbezogen, weil sie für ihren Stromeinkauf selbst verantwortlich sind. (mh)