Das technische Potenzial für die Nutzung erneuerbarer Energien ist noch weitgehend ungenutzt. (Foto: © Pixelio / Susanne Beeck)
Die Studie “Die Rolle von erneuerbaren Energien und Energie- effizienz in globalen Energieszenarien” zeigt, dass die Ausnutzung der Potenziale der Energieeffizienz und der Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien eine Schlüsselrolle bei der Einhaltung der globalen Ziele zur CO2-Reduktion spielen. Solare Technologien, solarthermische Kraftwerke und Photovoltaik haben der Studie zufolge weltweit das größte Potenzial, gefolgt von Onshore-Windenergie und Meeresenergie. Regional kann sich die Höhe des Potanzials unterscheiden, so ist die Photovoltaik und Solarthermie in Afrika besonders vielversprechend, Energie durch Biomasse dagegen vor allem in Lateinamerika.
Der heutige weltweite Energiebedarf beträgt weniger als 5% des prognostizierten technischen Potenzials zur Nutzung erneuerbarer Energien. Möglicherweise liegt dies an den teilweise recht hohen Kosten. Doch Experten gehen davon aus, dass in den nächsten 20 Jahren die Stromerzeugungskosten für fast alle Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien deutlich zurückgehen wird (Ausnahme: Wasserkraft). Angesichts der steigenden Kosten für herkömmlich produzierten Strom und der zunehmenden CO2- Emissionen, wird damit gerechnet, dass die meisten Technologien zur Erzeugung regenerativen Stroms bis 2030 wettbewerbsfähig sind.
Die Studie wurde von dem Umweltbundesamt in Auftrag gegeben und von einem Forschungskonsortium um das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) durchgeführt. (mh)