Goodyear und Genencor haben einen Konzeptreifen aus einem neuartigen Kautschuk entwickelt. (Foto: © Goodyear / Genencor)
Im Rahmen der derzeitigen Weltklimakonferenz in Kopenhagen gibt es in der zentralen Abflughalle des internationalen Flughafens von Kopenhagen eine Ausstellung, bei der Reifen präsentiert werden, die mit Synthetikkautschuk auf der Basis erneuerbarer Biomasse hergestellt wurden.
Die Reifen sind das Ergebnis einer einjährigen Zusammenarbeit des US-amerikanischen Reifenherstellers Goodyear mit Genencor (Tochterunternehmen des Biotechnologie-Spezialisten Danisco) aus Dänemark. Ziel der Kooperation ist es, Bio-Isoprene im Bereich der Reifenherstellung zu industrialisieren. Bio-Isoprene ist ein neuartiger synthetischer Kautschuk, der aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt werden kann. Er kann vermutlich als Ersatz für Isopren dienen und in verschiedenen Produkten wie z.B. Klebstoffe, Bälle oder Gumminhandschuhe eingesetzt werden. Isopren basiert auf Erdöl, während Bio-Isoprene auf Biomasse basiert. Dieses Material kann dazu beitragen, Umweltschäden durch den Einsatz erneuerbarer Rohstoffe zu reduzieren. Gleichzeitig würde Goodyear unabhängiger von Ölderivaten werden. Der neue Kautschuk wird von den beiden Unternehmen als “Meilenstein” und “Durchbruch für die Reifentechnologie” bezeichnet. Im Rahmen der Kooperation wird derzeit ein integriertes Produktionssystem entwickelt, das es ermöglichen soll, ab 2013 die ersten Produkte in Serie zu fertigen. (mh)