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Deutsche Bio-Weine in Gefahr

Die Pläne der EU, den Schwefeldioxidgrenzwert für Bio-Weine zu senken, werden in Deutschland heftig diskutiert. (Foto: © Pixelio / Günther Schad)
Die Pläne der EU, den Schwefeldioxidgrenzwert für Bio-Weine zu senken, werden in Deutschland heftig diskutiert. (Foto: © Pixelio / Günther Schad)

Bislang gibt es in der EU für alle, sowohl herkömmlich als auch ökologisch hergestellten, Weine einheitliche Ausbauvorgaben. Der Anbau von biologisch hergestelltem Wein ist separat geregelt, nun will die Europäische Kommission darüber hinaus noch weitere Regeln zur Verarbeitung ökologisch erzeugter Produkte festlegen. Im Fall der Bio-Weine wird erwogen, ob die Schwefeldioxid- grenzwerte stark gesenkt werden sollen. Julia Klöckner, Parlamen- tarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium hat große Bedenken gegenüber diesem Vorschlag. Sie lehnt unange- messen niedrige Grenzwerte für Gesamtschwefeldioxidgehalte von Bio-Wein ab, weil diese “die ökologisch produzierenden Winzer in Deutschland allerdings massiv benachteiligen” würde.

Aktuell gibt es in Deutschland eine Rebfläche von ca. 4400 Hektar, die nach ökologischen Kriterien bewirtschaftet wird. Würde der Einsatz von Schwefeldioxid wie geplant beschränkt werden, könnten nur noch wenige Weine als Ökowein deklariert und entsprechend vermarktet werden. Laut Klöckner sollte aber die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Weinwirtschaft insgesamt und die Förderung des ökologischen Weinbaus in der gesamten EU im Vordergrund stehen. Inzwischen ist die EU-Kommission von einer Halbierung der Höchstwerte - wie ursprünglich vorgesehen - abgerückt, doch der aktuelle Vorschlag sei noch immer nicht vertretbar. (mh)

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