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China: Strom aus erneuerbaren Energien per Gesetz?

In China wird der Einkauf von Strom aus erneuerbaren Energiequellen vielleicht bald zur Pflicht. (Foto: © Pixelio / Manfred Wedermann)
In China wird der Einkauf von Strom aus erneuerbaren Energiequellen vielleicht bald zur Pflicht. (Foto: © Pixelio / Manfred Wedermann)

Medienberichten zufolge wird in China derzeit eine Gesetzes- änderung diskutiert, nach der die Elektrizitätsversorgungs- unternehmen des Landes dazu verpflichtet werden sollen, nur noch Energie aus erneuerbaren Energiequellen einzukaufen. Dies soll von der zuständigen Abteilung des Staatsrates und der Stromregulierungsbehörde kontrolliert werden. Unternehmen, die sich weigern, Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu kaufen, sollen mit einer hohen Geldstrafe belegt werden. Diese soll so hoch sein wie der durch die Weigerung entstandene wirtschaftliche Schaden eines Unternehmens, das auf erneuerbare Energien spezialisiert ist. Der Gesetzentwurf zur erneuerbaren Energie liegt nun dem Ständigen Ausschuss des Nationalen Volkskongresses zur zweiten Lesung vor.

Experten sind der Meinung, dass mit diesem Entwurf die noch junge Branche der erneuerbaren Energien in China unterstützt werden kann. Noch gibt es zahlreiche Probleme in China bei der Förderung erneuerbarer Energien. So mangelt es noch an innovativen Schlüsseltechnologien und es besteht eine Überproduktion an Windkraft und Solarzellen, während sich die Anbindung an das Netz noch sehr schwierig gestaltet. Experten schätzen, dass rund ein Drittel der installierten Windkraft in China nicht gut an das Stromnetz angeschlossen ist. Es gibt Vorschläge, die Wasserkraft weiter zu fördern, weil in diesem Bereich sowohl die Voraussetzungen als auch die bestehenden Technologien derzeit am besten abschneiden. Alternativ könnte China auch die Energieerzeugung aus Biomasse weiter fördern, so dass nicht nur mehr umweltfreundlicher Strom produziert, sondern gleichzeitig auch die chinesischen Bauern unterstützt werden. (mh)

Kommentare
  1. Dipl.-Ing. Theobald
    27. Dezember 2009

    Wenn wir Glück haben, wiederholt China Deutschlands Fehler Klima / CO 2 hin oder her: Schon aus Generationen-Fainess sollten wir uns zu Nachhaltigkeit verpflichten und die Fossielreserven schonen. Denn diese sind für viele Industrien auch in den kommenden Jahrhunderten zumindest z.T. unersetzliche Rohstoffe. Aber Politik und Medien -und schon gar nicht der Souverän, der Bürger- haben das eigentliche Kardinalthema bei der Ressourcenschonung und Energieumstellung bisher richtig begriffen: Die Unterscheidung in nachhaltige Eneuerbare Energie (NEE) und parasitäre Erneuerbare Energie (PEE). WIND und PV sind PEE und ruinieren uns. Hauptunterschied: NEE kosten nur ca. die Hälfte dessen, was PEE kosten. Und NEE schonen unsere Natur als Lebens-und Erholungsoase. Bei Interesse nenne ich gern Details und wissenschaftliche Quellen. Ernst Theobald, Dipl.- Ing. sekuria@t-online.de Tel. 06167 912162

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