Die Deutsche Bahn möchte einen Teil des Strombedarfs ihrer ICE-Flotte zukünftig mit Windnergie decken. Kritik hagelt es von Greenpeace.
Medienberichten zufolge möchte die Bahn ihre ICE-Flotter zukünftig von umweltfreundlicher Windenergie antreiben lassen. Die Bahn stehe bereits vor dem Abschluss eines Liefervertrages mit einem Brandenburger Windpark. Dabei soll es den Berichten zufolge um jährlich 59 Gigawattstunden gehen. Mit dieser Strommenge könnte die Bahn 6 ICE-Züge betreiben, die im Schnitt pro Jahr eine halbe Million Kilometer zurücklegen. Die ICE-Flotte der Bahn umfasst insgesamt 250 Züge. Laut der Bahn stammen bereits 16 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien. Bis zum Jahr 2020 soll sich der Anteil auf 30 Prozent erhöhen.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat die Bahn jedoch kritisiert. Laut den Umweltschützern stamme der Großteil des Strom, den die Bahn zum Betrieb ihrer Netze nutzt, aus extrem dreckigen Energiequellen wie Kohle- und Atomstrom. “Die Deutsche Bahn hat noch nicht begriffen, dass sie sich angesichts einer extrem dreckigen Stromerzeugung mit Kohle- und Atomstrom immer noch auf einem Abstellgleis befindet. Von einem großen Wurf beim Klimaschutz kann mit diesem halbherzigen Einstieg in die Windenergie jedenfalls noch keine Rede sein”, kommentiert Andree Böhling, Energieexperte bei Greenpeace. (ok)