Eine aktuelle Studie zeigt, wie der Klimawandel die Existenz von Kleinbauern in Afrika und Asien bedroht. (Foto: © Pixelio / Kurt Michel)
Laut einer Oxfam-Studie ist die Existenz von rund 1,7 Milliarden Kleinbauern weltweit durch den Klimawandel bedroht. Hauptsächlich sind Bauern betroffen, die in ertragsschwachen und benachteiligten Gebieten leben, in denen nur wenig Niederschlag fällt. Dies trifft der Studie zufolge auf etwa 837 Millionen Kleinbauern in Asien 228 Millionen Kleinbauern in Afrika zu. Wegen des geringen Niederschlags wird die Humusschicht des Bodens immer dünner und seine Fruchtbarkeit nimmt ab. Schon 384 Millionen Hektar Land sind in den Entwicklungsländern hiervon schon betroffen - in Afrika ist dies bei 65% der gesamten landwirtschaften Nutzfläche der Fall.
Oxfam fordert auf der Basis dieser Ergebnisse eine Förderung agrar-ökologischer Anbauverfahren und die Reduktion von Treibhausgasen. Beides könnte die Ernährungs- und Lebenssituation der Menschen in den betroffenen Gebieten verbessern. Angesichts der Hungerbekämpfung in diesen armen Ländern gilt das Augenmerk kaum umweltschonenden Anbaumethoden, erklärt Marita Wiggerthale, Agrarexpertin bei der Entwicklungsorganisation. Während der Nahrungsmittelkrise 2008 wurde ein EU-Fonds in Höhe von 1 Milliarde Euro geschaffen. Doch der Großteil der Mittel (51%) fließt in Projekte, in denen Pestizide verwendet werden und nur 14% der Mittel finanzieren tatsächlich Projekte mit agrar-ökologischer Komponente, so Wiggerthale. (mh)