Greenpeace protestierte auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin gegen die Zulassung für den Anbau der Gen-Kartoffel Amflora.
Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin haben Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace gegen den kommer- ziellen Anbau der Gen-Kartoffel Amflora protestiert. Landwirt- schaftsministerin Ilse Aigner kündigte bereits an, dass sie gegen eine mögliche Zulassung der Kartoffelsorte nichts unternehmen wird. Eine repräsentative von Greenpeace in Auftrag gegebene Umfrage, die von dem Meinungsforschungsinstitut Emnid durch- geführt wurde, zeigte jedoch, dass 77% der Bevölkerung den Anbau ablehnen und nur 17% dafür sind.
Greenpeace-Gentechnikexperte Martin Hofstetter kritisiert, dass die Gen-Kartoffel nicht nur von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wird, sondern auch erhebliche Risiken berge und zudem technisch veraltet sei. Sein Fazit: Die Gen-Kartoffel ist überflüssig. Die Kartoffel Amflora wurde von dem Ludwigshafener Konzern BASF entwickelt, der ihr Gene für eine Antibiotika-Resistenz einpflanzte. BASF stellte einen Zulassungsantrag für Anbau, technische Verwertung, Tierfütterung und Lebensmittel. Verbraucherschützer befürchten, dass sich diese Resistenz auch auf Bakterien überträgt und so letztlich auch die Antibiotika-Wirksamkeit beim Menschen einschränkt. (mh)