Laut einem Bericht des ifo instituts schrumpft die weltweite Waldfläche täglich um 20.000 Hektar. (Foto: © Pixelio / Peter Kamp)
Die Abholzung der Wälder geht trotz der drohenden, dramatischen Auswirkungen, die der weltweite Klimawandel mit sich bringt, unvermindert weiter. Laut einer Veröffentlichung des ifo instituts ist die globale Waldfläche zwischen 1990 und 2005 um drei Prozent geschrumpft. In Zahlen bedeutet das, dass täglich rund 20.000 Hektar Waldfläche abgeholzt werden. Die größten Verluste gibt es in den topischen Ländern wie Brasilien, Indonesien oder dem Sudan. Besonders dramatisch zeigt sich die Entwicklung in Indonesien: Hier gehen jährlich zwei Prozent der Waldfläche verloren. Brasilien und der Sudan sind durch den stetig steigenden Flächenbedarf für die Produktion von Biokraftstoffen aus Palmöl, Soja und Zuckerrohr für 47 Prozent des jährlichen Rückgangs der weltweiten Waldfläche verantwortlich.
Am positivsten ist die Entwicklung ausgerechnet in China und Ruanda. Seit 2002 forstet China per Gesetz seine Wälder auf und konnte so seine Waldfläche in den letzten Jahren jährlich um vier Millionen Hektar vergrößern. Damit sorgt China für 73 Prozent des weltweiten Waldwachstums. In Ruanda läuft ebenfalls ein erfolgreiches Aufforstungsprogramm, durch das die Waldfläche zwischen 2000 und 2005 um jährlich 6,9 Prozent vergrößert werden konnte. Die Abrodung der Wälder hat einen enormen Anteil am Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase. So werden alleine durch Brandrodungen jährlich 650 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre geschickt. Die Wälder spielen eine große Rolle beim Abwenden des Klimawandels, da sie einen Großteil des schädlichen CO2s dauerhaft speichern. (ok)