Thüringen spricht sich eindeutig gegen die von der Bundesregierung geplante Kürzung der Photovoltaik-Förderung aus. (Foto: © Pixelio / I-Ku)
Nach einem Treffen mit Unternehmensvertretern in Erfurt am letzten Freitag erklärte der thüringische Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD), dass eine Kürzung der Photovoltaik-Förderung verheerende Auswirkungen für die deutschen Solarstandorte hätte. In Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt sei die Solarindustrie besonders stark vertreten, deshalb wolle man in dieser Woche einen Branchengipfel in Berlin abhalten. Außerdem sollen sich die Ministerpräsidenten der betroffenen Länder in einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wenden, fordert Thüringen. Machnig fürchtet, dass eine Kürzung der Photovoltaik-Förderung eine Abwanderung der Unternehmen an andere Standorte außerhalb von Deutschland und Europa zur Folge haben könnte.
Die Unternehmensvertreter äußerten sich bereits in diese Richtung. Ab April soll die Einspeisevergütung für Solarstrom aus Dach- anlagen und ab Juli aus Freiflächenanlagen um 15% gesenkt werden. Strom aus Solaranlagen auf Ackerflächen sollen eine 25% niedrigere Vergütung erhalten als bislang. (mh)