Laut einer Studie der Harvard Universität gibt es beim Barfußlaufen ein geringeres Risiko für bestimmte Verletzungstypen.
Forscher der Harvard Universität haben herausgefunden, dass Barfußläufer einem geringeren Verletzungsrisiko ausgesetzt sind als Schuhträger und zudem ihre Gelenke mehr schonen. Mit Slow-Motion-Filmaufnahmen haben die Forscher festgestellt, dass Barfußläufer ganz anders auf dem Boden aufkommen als ihre besohlten Kollegen. Laut der Studie neigen Läufer, die barfuß trainiert haben, dazu, statt mit der Ferse zuerst mit dem Vorder- oder dem Mittelfuß auf dem Boden aufzukommen.
Die Wisssenschaftler vermuten, dass Barfußläufer eine eigene Technik entwickelt haben, Schmerzen zu vermeiden. “Mit der Ferse auf den Boden aufzukommen ist, als ob jemand mit einem Hammer mit dem Dreifachen ihres eigenen Körpergewichts auf ihre Ferse schlägt”, sagt David Lieberman von der Harvard Universität. “Durch das korrekte Aufkommen mit dem Vorder- oder Mittelfuß lässt sich die Energie der Kollision mit dem Boden fast vollständig eliminieren, wodurch Barfußlaufen komfortabel wird.” Laut Lieberman sollte der Umstieg von Schuhen auf das Barfußlaufen aber langsam erfolgen, da es ansonsten zu Fußproblemen kommen kann. Das Risiko für bestimmte Verletzungsaren soll jedoch beim Barfußlaufen deutlich niedriger sein. Viele erfolgreiche Lagstreckenläufer haben bereits sehr erfolgreich barfuß an Wettkämpfen teilgenommen, wie zum Beispiel der südafrikanische Athlet Zola Budd. (mh)