Laut einer Studie der Deutsche Energie-Agentur GmbH könnten die Olympischen Winterspiele 2014 die ersten klimaneutralen Spiele werden.
Laut einer Studie der Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), die im Auftrag des Bundesumweltministeriums durchgeführt wurde, könnten die Olympischen Winterspiele in Sotschi im Jahr 2014 klimaneutral durchgeführt werden, sofern man schon jetzt damit beginnt, die dafür nötige Infrastruktur aufzubauen. Die dena möchte den Energiebedarf mit dem Einsatz effizienter Technologien auf ein Minimum senken. Der verbleibende Bedarf an Strom, Wärme und Kraftstoff in Höhe von 430 Gigawattstunden soll weit- gehend durch erneuerbare Energien aus der Region abgedeckt werden. Auf den olympischen Gebäuden sollen Photovoltaik- und Solarthermieanlagen für Strom und Wärme sorgen. Weitere Energie soll aus effizienten Biomassekraftwerken kommen, die mit Holzresten, Gülle oder organischen Abfällen betrieben werden. Als weitere Stromquellen sollen Wasserkraftwerke und ein Windpark mit einer Leistung von 100 Megawatt dienen. Die Busse und Pkws auf dem Olympia-Gelände sollen mit Biogas betrieben werden.
“Russland hat es in der Hand, bei den Winterspielen von Sotchi auch in der Energiebilanz eine Spitzenleistung zu bringen”, sagte Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, bei der Vorstellung der Studienergebnisse in Krasnodar. “Die Heraus- forderung ist groß, aber das Ergebnis wird ein zukunftsweisendes Vorbild geben, das über Sotschi hinaus in die ganze Region Krasnodar und benachbarte Regionen wirken wird. Denn Energieeffizienz spart Kosten, fördert Innovationen und schont das Klima.” Die komplette Studie der dena finden Sie hier. (mh)