Eine Marktstudie der EU Kommission hat ergeben, dass viele Sonnebänke erhebliche Sicherheitsmängel aufweisen. (Foto: Pixelio / Th. Kemnitz)
Wie die Europäische Kommission mitteilt, überschreitet jede siebte Sonnenbank die Sicherheitsgrenzwerte für UV-Strahlen. Getestet wurden Sonnenstudios in zehn Mitgliedsstaaten, darunter auch Deutschland. Zudem geht aus der Marktstudie hervor, dass die Verbraucher immer noch unzureichend über mögliche negative Folgen wie Sonnenbrand oder auch langfristige Hautkrebsrisiken aufgeklärt werden. Außerdem werde es Minderjährigen immer noch nicht konsequent verboten, ein Sonnenstudio zu besuchen. In Deutschland gilt seit Sommer 2009 die Vorschrift, nach der das Sonnenbad im Sonnenstudio erst ab 18 Jahren erlaubt ist. “Ich bin besorgt darüber, dass ein hoher Prozentsatz von Sonnenbänken und Solarien die Sicherheitsvorschriften nicht einhalten. Hier geht es um ein wichtiges gesundheitspolitisches Anliegen, da sich die Häufigkeit von Hautkrebs alle 15-20 Jahre verdoppelt”, so John Dalli, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik.
Zwischen 2008 und 2009 wurden 500 Sonnenbänke an über 300 Standorten von den Markt- überwachungsbehörden überprüft. Die Behörden bemühen sich nun verstärkt um die Einhaltung aller maßgeblichen Sicherheitsvorschriften. Die Ergebnisse der Markt- studie finden Eingang in ein Folgeprojekt, in dessen Rahmen mehr Inspektoren ausgebildet und die Verbraucherinformationen verbessert werden sollen. Zudem arbeiten die Behörden enger mit den Herstellern von Sonnenbänken zusammen, die selbst Schul- ungsmaterialien für Dienstleister wie Sonnenstudios ausarbeiten. (mh)