Kinder-Fahrradhelme sind in der Regel sicher, können aber gefährliche Weichmacher enthalten. (Bild: © Öko-Test)
Die Zeitschrift Öko-Test hat in ihrer aktuellen Ausgabe Kinder-Fahrradhelme genauer unter die Lupe genommen und kommt zu dem Ergebnis, dass es hier große Qualitätsunterschiede gibt. Getestet wurden sowohl Fahrradhelme aus Fachgeschäften als auch aus dem Discounter - mit entsprechend großer Preisspanne. Die Helme wurde so ausgewählt, dass sie von ihrer Größe her auch von Grundschulkindern getragen werden können. Die Testhelme wurden dann von einem unabhängigen Dienstleistungszentrum für Produktsicherheit untersucht.
Dabei ging es zum einen um die Sicherheitsanforderungen (z.B. Stoßdämpfung, Wirksamkeit der Riemen), die Verständlichkeit und Vollständigkeit der Gebrauchsanleitung und auch um mögliche problematische Inhaltsstoffe. Dazu gehören polyzyklische aroma- tische Kohlenwasserstoffe (PAK), halogenorganische Verbindun- gen, das giftige Halbmetall Antimon und gesundheitsschädliche Phthalatweichmacher.
Die gute Nachricht ist: Bei keinem getesteten Modell wurden große Sicherheitsmängel nachgewiesen. Die schlechte Nachricht betrifft allerdings die Inhaltsstoffe der Helme. Bei mehr als der Hälfte der untersuchten Helme wurden gesundheitsschädliche Weichmacher nachgewiesen. Bei sechs von 10 Helmen fanden die Tester so genannte Phthalat-Weichmacher in den Innenpolstern. Diese Stoffe können eine hormon-ähnliche Wirkung haben und die Entwicklung beeinflussen. (mh)