Susanne Wiigh-Mäsak hatte die Idee einer umweltfreundlichen Bestattung durch Kryotechnik. (Foto: © Promessa Organic AB)
Die Schwedin Susanne Wiigh-Mäsak hat eine neue Form der Öko-Bestattung auf der Basis von Kryotechnik entwickelt. Bei dieser als Promession bezeichneten Methode wird der Verwe- sungsprozess massiv beschleunigt, weil die Verstorbenen mit flüssigem Stickstoff bei minus 200°C sozusagen schockgefrostet werden. Die kleinste Erschütterung hat dann zur Folge, dass der Leichnam zu einer Art Pulver zerfällt. Diesem Pulver wird dann durch Gefriertrocknung die Flüssigkeit entzogen. Somit bleiben nur noch 30% des ursprünglichen Körpergewichts enthalten und sämtliche Metallreste (z.B. Zahngold, Quecksilber oder Titan- schrauben) können entfernt werden. Das übrige Pulver wird dann schließlich in einem kompostierbaren Sarg bestattet und wandelt sich innerhalb von 6-12 Monaten in Humus um.
Den Angaben seiner Erfinderin zufolge bringt diese Form der Bestattung eine deutlich geringere Umweltbelastung mit sich als eine herkömmliche Bestattung. Auch die evangelische und katho- lische Kirche hat nach Angaben der ARD keine Einwände gegen eine solche Bestattung. Angeboten wird diese Öko-Bestattung von der schwedischen Firma Promessa Organic AB. (mh)