Das Bundesumweltministerium plant die gelbe Tonne gegen eine Wertstofftonne auszutauschen. (Foto: © Pixelio / Rolf van Melis)
Wie die FAZ berichtet, plant das Bundesumweltministerium die Mülltrennung und das Abfallrecycling in Deutschland weiter auszubauen. Zukünftig sollen die Bürger den Müll nach Metall, Kunststoff, Papier und Glas zu sortieren. So sollen künftig zwei Drittel aller Siedlungsabfälle einem Recycling zugeführt werden. Umweltminister Norbert Röttgen möchte die gelbe Tonne gegen eine Wertstofftonne ersetzen, in der dann auch wiederver- wertbare Materialien landen sollen, die bisher über den Restmüll in die Müllverbrennung gewandert sind.
Der Gesetzentwurf dürfte innerhalb der Koalition für Diskussionen sorgen, da sich Röttgen damit über die Forderung des Koalitions- vertrages hinwegsetzt. Danach sollen Vorgaben des europäischen Rechts nur noch eins zu eins umgesetzt werden. Die EU-Abfall- rahmenrichtlinie verlangt für Siedlugsabfälle jedoch nur eine Recyclingquote von 50 Prozent, während Röttgen 65 Prozent gesetzlich festschreiben möchte. Laut dem Umweltministerium werden schon jetzt 63 Prozent der Siedlungsabfälle einer Wieder- verwertung zugeführt. Man ist außerdem der Meinung, dass die Abfallwirtschaft die höhere Quote auch ohne Probleme bewältigen kann. (mh)