Ein internationales Fischereiabkommen soll Dosen-Tunfisch umweltverträglicher machen. (Foto: © Susanne Heyer)
Dosen-Tunfisch wird zunehmend umweltverträglicher. Etwa 25% des weltweiten Angebots an Skipjack-Tunfisch (Bonito) stammen aus der westpazifischen Region zwischen den Philippinen, Indonesien und Papua Neuguinea. Ein Großteil davon wird als Tunfisch in Dosen angeboten. Nun haben acht Anrainerstaaten der Region ein gemeinsames Fischereiabkommen geschlossen, mit dem Ziel die Nachhaltigkeitskriterien des Marine Stewardship Council (MSC) zu erfüllen und die entsprechende Öko-Zertifizierung zu erhalten. Die Bestände von Gelbflossen- und Grossaugen-Tunfisch sind derzeit stark dezimiert, nun sollen sie durch umwelt- verträgliche Fangmethoden geschont werden. Ein Problem bestand darin, dass vor allem viele Jungtiere der beiden Arten häufig als Beifang in der konventionellen Fischerei endeten, so dass der Fortbestand immer schwieriger wurde.
Die Umweltschutzorganisation WWF kündigte an, den Zertifi- zierungsprozess aktiv begleiten zu wollen, um alle nötigen Richtlinien im Sinne des Naturschutzes und des Managements eingehalten werden. Nach Angaben des WWF werden 40% der Skipjack-Fischerei aus dem westlichen Teil des indopazifischen Korallendreiecks bis 2011 das blaue Öko-Label tragen. Das MSC-Siegel ist das einzige Gütesiegel für nachhaltige Meeres- fischerei, das weltweit anerkannt ist. Es wurde 1997 von WWF und Unilever gegründet und garantiert eine nachhaltige Fischerei, bei der strenge Fangquoten eingehalten und schonende Fang- methoden garantiert sind. (mh)